Therapeutisches Reiten an unserer Schule

Jeden Donnerstagnachmittag dürfen vier Schüler über einen Zeitraum von 10 Wochen am therapeutischen Reiten teilnehmen. Dieses Angebot wird von unserem Förderverein finanziell unterstützt und findet in Kooperation mit dem Verein „Pferdecamp-Live e.V.“ in Weiler statt.

Das therapeutische Reiten beinhaltet nicht nur das Reiten auf dem Pferd. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zum Pferd, der Umgang mit ihm und seine Pflege. Der Schwerpunkt des therapeutischen oder heilpädagogischen Reitens liegt in der individuellen Entwicklung der Kinder und nicht auf den reiterlichen Fähigkeiten.

Nach unserer Ankunft holen wir zunächst gemeinsam mit der Reittherapeutin die Pferde von der Koppel. Am Putzplatz werden die Pferde angebunden. Die Kinder holen ihre Putzeimer und lernen die unterschiedlichen Bürsten richtig zu benutzen und die Hufe auszukratzen. Dabei werden die Kinder immer geschickter und trauen sich immer mehr alleine zu. Sie lernen auch schnell was dem Pferd gefällt und was nicht und wo sie Rücksicht nehmen müssen.

In der Sattelkammer suchen die Kinder anhand der Namensschilder die richtige Trense und den passenden Sattel aus. Erst wenn die Ausrüstung angezogen ist und alles passt gehen wir gemeinsam auf den Reitplatz oder spazieren.Auf dem Reitplatz üben die Kinder das richtige Führen und Lenken ihrer Pferde durch einen Parcours. Das ist gar nicht so leicht, vor allem wenn sie zusätzliche Aufgaben von der Reittherapeutin durchführen sollen, wie z.B. die Richtung zu ändern oder einen Ball dazu zu bewegen. Erst nach dieser Annährung vom Boden aus geht es endlich auf den Pferde- oder auch manchmal auf den Eselrücken.

Dort oben fühlt es sich zunächst ganz ungewohnt an. Die Kinder machen verschiedene Übungen und lernen dabei das Gleichgewicht zu halten, sich auf die Bewegungen des Pferdes zu konzentrieren und immer mehr mit der Bewegung des Pferdes im Takt mitzuschwingen.

Besonders der Trab macht Spaß, „da er so hopsig ist“.  Die Kinder vertiefen ihre Körperwahrnehmung und Körperspannung, alle Sinne werden angesprochen und die Kinder kommen zu sich und werden ruhiger.

Die Zeit auf dem Reitplatz geht immer viel zu schnell vorbei. Wir steigen von den Pferden, trensen und satteln sie ab und räumen alles wieder auf. Danach bedanken wir uns bei ihnen mit einer Streicheleinheit oder manchmal auch mit einer Karotte und bringen die Pferde zurück zu ihren Freunden auf die Koppel.

Tschüss, bis nächste Woche Donnerstag!